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Dyynavon PräparatekisteDyyna von Präparatekiste
Modul 2 von 5

Präparate sicher anwenden

Hornmist und Hornkiesel

Etwa sechs Minuten zu lesen

Stell dir zwei Hände vor: eine zieht nach unten in die Erde, die andere nach oben ins Licht. So arbeiten deine beiden Einstiegspräparate.

Die Lektion zum Durchklicken

Worum es geht

Eine Hand zieht nach unten in die Erde, die andere nach oben ins Licht.

Das Paar

  1. Hornmist: die Kraft nach unten

    Hornmist ist Kuhmist, der im Kuhhorn über den Winter im Boden gereift ist. Auf den Boden gebracht, weckt er das Bodenleben, treibt die Wurzeln und baut Humus auf. Er macht die Erde krümelig und speicherfähig.

    Seine Zeit ist das Frühjahr von Ende März bis Anfang Mai und der Herbst von Mitte August bis in den Oktober, vor dem Bodenfrost — zur Saat- und Beetbereitung, wenn der Boden warm und feucht genug ist. Am Tag gehört er in den späten Nachmittag oder Abend, nicht vor 17 Uhr.

    Er zieht nach unten, in die Wurzel.

  2. Hornkiesel: die Kraft nach oben

    Hornkiesel ist fein gemahlener Quarz, im Horn über den Sommer gereift. Als feiner Nebel über die grüne Pflanze gesprüht, stärkt er Licht und Reife: Geschmack, Aroma, Haltbarkeit. Zu üppiges Wachstum dämpft er.

    Seine Zeit ist die Wachstumsperiode, ab der ersten Blüten- oder Fruchtanlage. Am Tag gehört er an den frühen Morgen nach Sonnenaufgang, in den Tau.

    Er zieht nach oben, ins Blatt.

  3. Warum beide

    Zu viel Hornmist allein treibt weiches, anfälliges Wachstum. Hornkiesel gibt Reife und Festigkeit dazu. Das eine ist der Boden, das andere das Licht, und die Wirkung entsteht im Zusammenspiel.

    Demeter schreibt beide mindestens einmal im Jahr vor. In der Praxis sind zwei Gaben je Präparat ein guter Rhythmus, im Garten gern öfter. Der Leitsatz dazu: lieber häufig niedrig dosiert als einmal viel.

  4. Wann Hornkiesel besser wartet

    Hornkiesel fördert die Verdunstung. Auf trockenheitsgestresste, junge oder schwache Pflanzen gehört er deshalb nicht. Warte, bis die Pflanze kräftig und versorgt ist.

Häufige Fragen zum Paar

Kann ich mit nur einem von beiden anfangen?

Für den ersten Durchgang ja, meist mit Hornmist im Frühjahr oder Herbst. Über das Jahr gehören beide dazu, sonst fehlt dem Wachstum die Reife.

Wie oft im Jahr?

Demeter verlangt je einmal. Zwei Gaben je Präparat sind verbreitet, im Garten auch mehr. Hornmist wird auf derselben Kultur höchstens drei- bis viermal ausgebracht.

Kann ich beide am selben Tag ausbringen?

Ja, wenn die Tageszeiten stimmen: Hornkiesel am Morgen, Hornmist am Abend. Gerührt wird jedes für sich.

Worauf diese Lektion steht

Wistinghausen (Anwendung), Masson und die Einführung in die biodynamische Präparatearbeit von Demeter. Die Mindestanwendung steht in der Demeter-Richtlinie, Kapitel II.2.

Präparate sicher anwenden · Modul 2 von 5

Deine Aufgabe

Schau auf deine Beete. Boden vorbereiten und säen? Dann ist Hornmist dran. Wachsende Pflanzen begleiten? Dann kommt Hornkiesel.

Modul 3: Präparate rühren

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