Ausbringen
Etwa sieben Minuten zu lesen, dann ab ins Beet
Das Präparat ist gerührt, der Eimer steht bereit. Jetzt kommt der Moment, auf den die Arbeit hinausläuft. Die beiden wollen dabei ganz unterschiedlich behandelt werden.
Die Lektion zum Durchklicken
Worum es geht
Die beiden Präparate wollen ganz unterschiedlich ausgebracht werden.
Hornmist in den Boden, Hornkiesel über die Pflanze. Geste, Tageszeit und Wetter unterscheiden sich.
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Was du brauchst
- Für Hornmist: einen Quast, einen Handfeger oder eine Rückenspritze mit niedrigem Druck.
- Für Hornkiesel: eine Spritze, die feinen Nebel macht, mit höherem Druck.
- Ein feines Sieb, durch das der gerührte Hornmist läuft, damit die Düsen frei bleiben.
- Geräte, die nur für Präparate benutzt werden, nie für Pflanzenschutzmittel.
So geht es
Hornmist: in den Boden
Hornmist geht auf den Boden, am späten Nachmittag oder Abend, am liebsten bei bedecktem Himmel oder leichtem Niesel. Verspritz ihn in groben Tropfen, die in die Erde einsinken — mit dem Quast ausgeschlagen oder aus der Rückenspritze bei niedrigem Druck, etwa einem halben bis einem bar.
Der Boden sollte feucht und vorbereitet sein, frisch bearbeitet ist ideal, Mulch kommt vorher weg. Du tränkst die Erde, nicht die Blätter.
Hornkiesel: über die Pflanze
Hornkiesel will den frühen Morgen nach Sonnenaufgang, bei Tau, klarem und windstillem Wetter, solange es kühl ist.
Hier zählt der feinste Nebel, der über den Pflanzen schwebt und sich aufs Laub legt, mit zwei bis drei bar. Ein lichter Schleier reicht, nass gespritzt wird nicht.
Eine schwache, durstige oder ganz junge Pflanze lässt du beim Hornkiesel aus.
Das Wetter lesen
Für Hornmist ist bedeckt und mild gut, Frostgefahr, Hitze und Wind sind es nicht. Für Hornkiesel ist ein klarer, windstiller Morgen gut, Hitze über etwa 22 Grad nicht.
Findest du den passenden Abend nicht, verschieb den Durchgang. Ein Tag später schadet nichts.
Woran es meistens hakt
- Hornmist am Morgen statt am Abend.
- Hornkiesel zu spät am Tag — das kann Blätter verbrennen.
- Hornkiesel auf durstige oder junge Pflanzen.
- Zu viel Hornmist ohne Hornkiesel als Ausgleich: weiches, anfälliges Wachstum.
- Ungesiebter Hornmist in der Spritze.
Häufige Fragen zum Ausbringen
Reicht eine Gießkanne?
Für Hornmist im kleinen Garten ja, in groben Tropfen oder mit dem Quast ausgeschlagen. Hornkiesel braucht einen feinen Nebel, dafür ist die Kanne zu grob.
Was, wenn es nach dem Ausbringen regnet?
Beim Hornmist ist das kein Problem, er soll ohnehin in den Boden. Hornkiesel wirkt über das Licht am Blatt; bei angekündigtem Regen verschiebst du ihn besser.
Muss die ganze Fläche gleichmäßig getroffen sein?
Es geht um den Anstoß, nicht um Deckung wie bei einer Spritzung. Gleichmäßig verteilt ist gut, millimetergenau muss es nicht sein.
Worauf diese Lektion steht
Die Einführung in die biodynamische Präparatearbeit von Demeter (Kapitel 3 und 4), Masson und Wistinghausen (Anwendung).
Präparate sicher anwenden · Modul 4 von 5
Deine Aufgabe
Such dir einen Abend mit ruhigem, bedecktem Wetter und ein vorbereitetes Beet. Rühr Hornmist und bring ihn aus. Trag danach das Datum ein.
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