Schachtelhalmtee
Schachtelhalmtee (auch -brühe) ist ein gekochter Auszug aus Ackerschachtelhalm (508). Sein hoher Kieselgehalt dient der vorbeugenden Regulierung von Pilzdruck an Boden und Pflanzen.
Was ist Schachtelhalmtee?
Schachtelhalmtee — auch als Brühe bezeichnet — ist die gebräuchliche Anwendungsform des Ackerschachtelhalms (508). Es handelt sich um einen gekochten Wasserauszug aus dem getrockneten oder frischen Kraut, der verdünnt auf Boden und Pflanzen gespritzt wird. Ziel ist nicht das Abtöten von Pilzen, sondern die vorbeugende Stärkung gegen Pilzdruck.
Wirksam ist der hohe Gehalt des Schachtelhalms an Kieselsäure. Ihm werden über die „Lichtkräfte" des Kiesels pilzhemmende, die Pflanze festigende Eigenschaften zugeschrieben — die Pflanze wird widerstandsfähiger, ihre Oberflächen werden gestärkt. Das ist auch im allgemeinen ökologischen Gartenbau eine etablierte Anwendung.
Herstellung
Rund 200 bis 300 Gramm getrocknetes Kraut (oder 1 bis 1,5 Kilogramm frisches) werden in 10 bis 20 Litern Wasser etwa eine Stunde lang schwach gekocht. Anschließend lässt man den Sud abkühlen und seiht ihn ab. Aus diesem Konzentrat wird eine fünf- bis zehnprozentige Verdünnung hergestellt, die dann ausgebracht wird. Verwendet wird ausschließlich der Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense); der Sumpf- und Waldschachtelhalm ist ungeeignet.
Anwendung
Die Verdünnung wird in einer Menge von rund 100 Litern je Hektar auf Boden und Pflanzen gespritzt. Die Zeitpunkte sind über das Jahr verteilt: im Herbst (bis in den November), im Frühjahr (ab Februar/März) und im Hochsommer. Entscheidend ist der vorbeugende, wiederholte Einsatz — der Schachtelhalmtee wirkt nicht als Notfall-Fungizid beim akuten Befall, sondern stärkt die Pflanze vorbeugend. Im Gemüsebau werden im Herbst bevorzugt die Flächen behandelt, die im Folgejahr pilzgefährdete Kulturen tragen sollen. Gespritzt wird, wie beim Hornkiesel, bevorzugt am Morgen bei klarem Wetter.
Häufige Fragen zum Schachtelhalmtee
Wogegen hilft Schachtelhalmtee?
Gegen Pilzdruck — vorbeugend und stärkend, durch den hohen Kieselgehalt des Ackerschachtelhalms. Er tötet Pilze nicht ab, sondern festigt die Pflanze.
Wie wird Schachtelhalmtee hergestellt?
Getrocknetes Kraut (200–300 g auf 10–20 l Wasser) wird etwa eine Stunde gekocht, abgeseiht, dann auf 5–10 % verdünnt und gespritzt.
Wann wird er angewendet?
Vorbeugend und wiederholt — im Herbst, Frühjahr und Hochsommer, bevorzugt morgens bei klarem Wetter.