Hornkiesel 501 anwenden
Hornkiesel ist fein vermahlener Bergkristall, der den Sommer über im Kuhhorn in der Erde gelegen hat. Er wird fein vernebelt aufs Blatt gebracht und soll Licht- und Reifeprozesse stärken: Ausreifung, Aroma, Haltbarkeit, Standfestigkeit. Für einen Hektar reichen 2 bis 4 Gramm.
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- Je Hektar2–4 gin 25–35 l, bei viel Laub 50–100 l
- Garten bis 1 000 m²ca. 0,25 gin 5–10 l
- Rühren60 minmit Richtungswechsel
- Tageszeitmorgensbis etwa 8 Uhr; zur Reife nachmittags
Wann im Jahr
Wachstum
früh morgens, ab dem Drei-Blatt-Stadium · April bis Juni
Reife
nachmittags, bis vor den Blattfall · Juli bis Oktober
So geht es
1Wasser ansetzen
Regenwasser oder kalkarmes Quellwasser. Auf 35 bis 37 °C erwärmen, nie darüber, und nicht elektrisch.
2Präparat einstreuen
Die kleine Menge Hornkiesel ins Wasser geben. Beim Rühren wird er staubfein und verteilt sich.
3Eine Stunde rühren
Rühren, bis ein tiefer Trichter steht. Dann die Richtung wechseln, bis ein neuer Trichter steht. So die ganze Stunde.
4Fein vernebeln
Innerhalb von ein bis zwei Stunden, fast als Nebel über die Pflanzen: Sprühflasche, Nebeldüse oder Gebläse.
Worauf achten
- Ab dem Drei-Blatt-Stadium oder sobald Fruchtansatz sichtbar ist.
- Klares, sonniges Wetter. Bei großer Hitze direkt vor Sonnenaufgang spritzen.
- Bewährter Rhythmus: an drei Tagen in Folge zur gleichen Tageszeit, nach zwei bis drei Wochen wiederholen. Lässt sich mit Schachtelhalm (508) verbinden.
Wann Hornkiesel schadet
Nie auf Pflanzen, die unter Trockenheit leiden oder wegen Kälte oder Hitze im Wachstum stillstehen. Nicht in die Blüte von Obst, Reben und empfindlichem Gemüse. Zu junge oder schwache Pflanzen vertragen ihn nicht. Schäden wurden auch berichtet bei zu spätem Morgenspritzen und bei Wiederholung innerhalb weniger Stunden.
AufbewahrenIm Glas. Hornkiesel verträgt anders als die übrigen Präparate das Licht und kann am Fenster stehen.
DemeterDemeter-Betriebe bringen Hornkiesel bei jeder anzuerkennenden Kultur mindestens einmal aus (Richtlinien II.2.4).
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Häufige Fragen
Wie viel Hornkiesel brauche ich je Hektar?
2 bis 4 g in 25 bis 35 Liter Wasser, bei viel Laub 50 bis 100 Liter. Im Garten bis 1 000 m² rund 0,25 g in 5 bis 10 Liter.
Wann wird Hornkiesel gespritzt?
Im Wachstum früh morgens bis etwa 8 Uhr, ab dem Drei-Blatt-Stadium; zur Reife nachmittags, bis vor den Blattfall. Bei klarem, sonnigem Wetter, bei großer Hitze direkt vor Sonnenaufgang.
Wann schadet Hornkiesel?
Nie auf Pflanzen, die unter Trockenheit leiden oder wegen Kälte oder Hitze im Wachstum stillstehen. Nicht in die Blüte von Obst, Reben und empfindlichem Gemüse. Zu junge oder schwache Pflanzen vertragen ihn nicht.
Wie oft wird Hornkiesel gespritzt?
Bewährt ist ein Rhythmus von drei Tagen in Folge zur gleichen Tageszeit, nach zwei bis drei Wochen wiederholt. Hornkiesel lässt sich mit Schachtelhalm (508) verbinden.
Wie bewahre ich Hornkiesel auf?
Im Glas. Hornkiesel verträgt anders als die übrigen Präparate das Licht und kann am Fenster stehen.
Weitere Anleitungen
Mehr dazu im Lexikon
Grundlage der Anleitung
- Christian von Wistinghausen u. a.: Anleitung zur Anwendung der Biologisch-Dynamischen Präparate. Arbeitsheft Nr. 2, 4. erweiterte Auflage. Verlag Lebendige Erde, Darmstadt 2012.
- Pierre und Vincent Masson: Landwirtschaft, Garten- und Weinbau biodynamisch. AT Verlag 2013.
- Walter Stappung: Die Düngerpräparate Rudolf Steiners. Herstellung und Anwendung. Selbstverlag, Rüfenacht 2017.
- Einführung in die biodynamische Präparatearbeit. Demeter e. V.
- Demeter-Richtlinien Erzeugung 2026, Kapitel II.2.4.








