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Biodynamisches Feldspritzpräparat · Blatt, Licht und Reife

Hornkiesel 501 anwenden

Hornkiesel ist fein vermahlener Bergkristall, der den Sommer über im Kuhhorn in der Erde gelegen hat. Er wird fein vernebelt aufs Blatt gebracht und soll Licht- und Reifeprozesse stärken: Ausreifung, Aroma, Haltbarkeit, Standfestigkeit. Für einen Hektar reichen 2 bis 4 Gramm.

Eine Seite A4, 0,9 MB, kostenlos

Hornkiesel 501 anwenden: Die Anleitung als Blatt

Wann im Jahr

Wachstum

  • früh morgens, ab dem Drei-Blatt-Stadium · April bis Juni

Reife

  • nachmittags, bis vor den Blattfall · Juli bis Oktober

So geht es

  1. 1Wasser ansetzen

    Regenwasser oder kalkarmes Quellwasser. Auf 35 bis 37 °C erwärmen, nie darüber, und nicht elektrisch.

  2. 2Präparat einstreuen

    Die kleine Menge Hornkiesel ins Wasser geben. Beim Rühren wird er staubfein und verteilt sich.

  3. 3Eine Stunde rühren

    Rühren, bis ein tiefer Trichter steht. Dann die Richtung wechseln, bis ein neuer Trichter steht. So die ganze Stunde.

  4. 4Fein vernebeln

    Innerhalb von ein bis zwei Stunden, fast als Nebel über die Pflanzen: Sprühflasche, Nebeldüse oder Gebläse.

Worauf achten

  • Ab dem Drei-Blatt-Stadium oder sobald Fruchtansatz sichtbar ist.
  • Klares, sonniges Wetter. Bei großer Hitze direkt vor Sonnenaufgang spritzen.
  • Bewährter Rhythmus: an drei Tagen in Folge zur gleichen Tageszeit, nach zwei bis drei Wochen wiederholen. Lässt sich mit Schachtelhalm (508) verbinden.

Wann Hornkiesel schadet

Nie auf Pflanzen, die unter Trockenheit leiden oder wegen Kälte oder Hitze im Wachstum stillstehen. Nicht in die Blüte von Obst, Reben und empfindlichem Gemüse. Zu junge oder schwache Pflanzen vertragen ihn nicht. Schäden wurden auch berichtet bei zu spätem Morgenspritzen und bei Wiederholung innerhalb weniger Stunden.

AufbewahrenIm Glas. Hornkiesel verträgt anders als die übrigen Präparate das Licht und kann am Fenster stehen.

DemeterDemeter-Betriebe bringen Hornkiesel bei jeder anzuerkennenden Kultur mindestens einmal aus (Richtlinien II.2.4).

Präparate heute

Was der Mondlauf für Hornmist, Hornkiesel und Schachtelhalm hergibt. Jahreszeit, Boden und Wetter gehen vor.

Präparate nach dem Mond →

Was du dafür brauchst

Präparat und Zubehör aus dem Shop der Präparatekiste.

Die Anleitung als Blatt

Eine Seite A4 für den Rührplatz, am besten in Folie am Fass. Weitergeben und nachdrucken ist erwünscht.

Anleitung als PDFEine Seite A4, 0,9 MB, kostenlos

Häufige Fragen

Wie viel Hornkiesel brauche ich je Hektar?

2 bis 4 g in 25 bis 35 Liter Wasser, bei viel Laub 50 bis 100 Liter. Im Garten bis 1 000 m² rund 0,25 g in 5 bis 10 Liter.

Wann wird Hornkiesel gespritzt?

Im Wachstum früh morgens bis etwa 8 Uhr, ab dem Drei-Blatt-Stadium; zur Reife nachmittags, bis vor den Blattfall. Bei klarem, sonnigem Wetter, bei großer Hitze direkt vor Sonnenaufgang.

Wann schadet Hornkiesel?

Nie auf Pflanzen, die unter Trockenheit leiden oder wegen Kälte oder Hitze im Wachstum stillstehen. Nicht in die Blüte von Obst, Reben und empfindlichem Gemüse. Zu junge oder schwache Pflanzen vertragen ihn nicht.

Wie oft wird Hornkiesel gespritzt?

Bewährt ist ein Rhythmus von drei Tagen in Folge zur gleichen Tageszeit, nach zwei bis drei Wochen wiederholt. Hornkiesel lässt sich mit Schachtelhalm (508) verbinden.

Wie bewahre ich Hornkiesel auf?

Im Glas. Hornkiesel verträgt anders als die übrigen Präparate das Licht und kann am Fenster stehen.

Weitere Anleitungen

Mehr dazu im Lexikon

Grundlage der Anleitung
  • Christian von Wistinghausen u. a.: Anleitung zur Anwendung der Biologisch-Dynamischen Präparate. Arbeitsheft Nr. 2, 4. erweiterte Auflage. Verlag Lebendige Erde, Darmstadt 2012.
  • Pierre und Vincent Masson: Landwirtschaft, Garten- und Weinbau biodynamisch. AT Verlag 2013.
  • Walter Stappung: Die Düngerpräparate Rudolf Steiners. Herstellung und Anwendung. Selbstverlag, Rüfenacht 2017.
  • Einführung in die biodynamische Präparatearbeit. Demeter e. V.
  • Demeter-Richtlinien Erzeugung 2026, Kapitel II.2.4.

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