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Präparate · Mondkalender

Präparate nach dem Mond: wann Hornmist, wann Hornkiesel

Hornmist kommt bei absteigendem Mond auf den Boden, am besten an einem Wurzeltag und am Abend. Hornkiesel wird bei aufsteigendem Mond frühmorgens auf die Pflanzen gesprüht, an dem Tagestyp, der zur Kultur passt. Schachtelhalm hat seine beste Zeit in den zwei Tagen vor Vollmond. Jahreszeit, Boden und Wetter gehen vor.

Die nächsten Tage für Hornmist (500)

Tage mit absteigendem Mond in den nächsten vier Wochen, Wurzeltage hervorgehoben. Gerührt wird ab 17 Uhr, zur Winterzeit ab 16 Uhr, gespritzt gleich danach auf den Boden.

Uhrzeiten für Europe/Berlin

Die nächsten Tage für Hornkiesel (501)

Tage mit aufsteigendem Mond in den nächsten vier Wochen. Den Tagestyp wählt man nach der Kultur: Blatttag für Salat und Kohl, Fruchttag für Obst, Wein und Fruchtgemüse. Gesprüht wird gleich nach Sonnenaufgang, ab Beginn der Reife am Nachmittag.

Uhrzeiten für Europe/Berlin

Schachtelhalm (508): die Tage vor Vollmond

Für Ackerschachtelhalm nennt Pierre Masson nach Harald Kabisch die zwei Tage vor Vollmond als beste Zeit. Gespritzt wird morgens bei klarem Wetter auf den Boden, in gefährdeten Kulturen auch auf die Pflanzen.

Uhrzeiten für Europe/Berlin

Hornmist: absteigender Mond, Wurzeltag, Abend

Hornmist (500) wirkt über Boden und Wurzel. Wer mit dem Kalender arbeitet, legt ihn in den absteigenden Mond, am besten auf einen Wurzeltag. Nach dem Bild der biodynamischen Praxis ziehen die Kräfte dann in Boden und Wurzel.

Pierre Masson rührt Hornmist erst in den Abendstunden, nicht vor 17 Uhr, zur Winterzeit nicht vor 16 Uhr. Gespritzt wird gleich danach in groben Tropfen auf den Boden. Christian von Wistinghausen und seine Mitautoren nennen den Nachmittag und Abend bei etwas bedecktem Himmel.

Die Jahreszeit entscheidet zuerst. Hornmist kommt im Frühjahr von Ende März bis Anfang Mai und im Herbst von Mitte August bis Ende Oktober, solange der Boden warm und feucht ist. In wärmeren Gegenden beginnt das Frühjahr früher und der Herbst endet später.

Hornkiesel: aufsteigender Mond, Tagestyp nach der Kultur, Morgen

Hornkiesel (501) wirkt über Licht und Reife. Er kommt bevorzugt in den aufsteigenden Mond und an den Tagestyp, der zur Kultur passt: Blatttage für Blattgemüse, Fruchttage für Obst, Wein und Fruchtgemüse, Wurzeltage für Rüben kurz vor der Ernte.

Masson sprüht gleich nach Sonnenaufgang, möglichst vor acht Uhr, bei höchstens 22 Grad. Mit Beginn der Reife wechselt die Spritzzeit auf den Nachmittag. Im Obst- und Weinbau beschreibt er drei Spritzungen im Abstand von etwa acht Tagen, jeweils wenn der Mond durch die Sternbilder des Fruchttrigons läuft.

Für die Widerstandskraft der Blätter empfiehlt Wistinghausen die rhythmische Spritzung: an drei Tagen hintereinander zur selben Uhrzeit, nach zwei bis drei Wochen wiederholt.

Schachtelhalm vor Vollmond

Ackerschachtelhalm (508) wird vorbeugend gegen Pilzkrankheiten gespritzt. Im Mondkalender gelten die zwei Tage vor Vollmond als beste Zeit (Masson 2015, nach Harald Kabisch). Gespritzt wird am Morgen bei klarem Wetter.

Steht der Mond nahe Vollmond zugleich in Erdnähe, gilt die Zeit als günstig für Pilze. Dann ist die vorbeugende Gabe besonders angebracht.

Fladenpräparat und Kompostpräparate

Das Fladenpräparat wird wie Hornmist abends in groben Tropfen auf den Boden gebracht. Die beste Wirkung zeigen drei Spritzungen aus derselben Rührung. Thun und Throll empfehlen abends, morgens, abends oder drei aufeinanderfolgende Tage. Wer nach Konstellationen arbeitet, legt die drei Gaben in ein Trigon.

Kompost setzt Masson im Frühjahr von März bis Mai bei absteigendem Mond auf und bringt dabei die Kompostpräparate ein. Ausgebracht wird der reife Kompost am besten im Herbst, ab dem absteigenden Mond im August bis Ende November.

Wann nicht gespritzt wird

Einige Stunden vor und nach einem Mondknoten und bei Finsternissen wird nicht gespritzt (Masson). Die Listen oben nennen diese Stunden mit Uhrzeit, dazu Erdnähe, Bedeckungen und die Ostertage. Voll- und Neumond sperrt der Kalender nicht.

Hornkiesel kommt nicht auf Pflanzen, die unter Trockenheit leiden, weil er die Verdunstung verstärkt (Masson). Bei Nachtfrostgefahr wird kein Hornmist gespritzt.

Wie oft im Jahr

Die Demeter-Richtlinie verlangt Hornmist und Hornkiesel mindestens einmal im Jahr auf allen Flächen (Kapitel II.2.4). Masson nennt zwei Hornmist-Spritzungen, im Frühjahr und im Herbst, als Minimum für eine spürbare Wirkung. Im Garten sind drei bis vier Hornkiesel-Spritzungen üblich, auf dieselbe Kultur nicht öfter als drei- bis viermal im Jahr.

Häufige Fragen zu Präparaten und Mond

Wann spritzt man Hornmist nach dem Mondkalender?

Bei absteigendem Mond, am besten an einem Wurzeltag, am späten Nachmittag oder Abend. Die nächsten passenden Tage stehen oben auf dieser Seite.

Hornkiesel bei aufsteigendem oder absteigendem Mond?

Bei aufsteigendem Mond, frühmorgens gleich nach Sonnenaufgang. Den Tagestyp wählt man nach der Kultur: Blatttag für Blattgemüse, Fruchttag für Obst und Fruchtgemüse.

Wann spritzt man Schachtelhalm?

In den zwei Tagen vor Vollmond, morgens bei klarem Wetter, vorbeugend gegen Pilzkrankheiten.

Darf man an Vollmond Präparate spritzen?

Ja. Voll- und Neumond sperrt der biodynamische Kalender nicht. Gemieden werden die Stunden um Mondknoten und Finsternisse.

Ist aufsteigender Mond dasselbe wie zunehmender Mond?

Nein. Aufsteigend heißt, der Mond steht von Tag zu Tag höher am Himmel. Zunehmend heißt, seine beleuchtete Seite wächst. Beides läuft unabhängig voneinander.

Was geht vor, Mond oder Wetter?

Jahreszeit, Boden und Wetter. Masson nennt den absteigenden Mond für Hornmist vorteilhaft, aber nicht zwingend: Wer nur auf die kurzen Fenster wartet, kommt oft gar nicht zum Spritzen.

Gartenarbeit nach dem Mond