Maria Thun
Maria Thun (1922–2012) war eine biodynamische Forscherin. Ab 1963 gab sie jährlich ihren Aussaatkalender heraus und prägte die Arbeit mit Mond- und Tierkreis-Rhythmen im Gartenbau.
Wer war Maria Thun?
Maria Thun (24. April 1922 – 9. Februar 2012) war eine der einflussreichsten Forscherpersönlichkeiten der biodynamischen Bewegung. Sie wuchs auf einem Bauernhof bei Marburg auf und kam über ihren Mann, den Maler und Anthroposophen Walter Thun, in den 1940er-Jahren mit der biodynamischen Landwirtschaft in Berührung. Über Jahrzehnte führte sie systematische Anbauversuche durch — mit einem für ihre Zeit ungewöhnlichen Fleiß an Wiederholung und Dokumentation.
Ihr Name ist heute fast untrennbar mit dem Aussaatkalender verbunden: Millionen Gärtnerinnen und Gärtner, weit über die biodynamische Szene hinaus, kennen die Einteilung in Wurzel-, Blatt-, Blüten- und Fruchttage, die auf sie zurückgeht.
Der Aussaatkalender
Thun untersuchte, wie sich die Stellung des Mondes vor den zwölf Tierkreissternbildern auf das Pflanzenwachstum auswirkt. Daraus entwickelte sie die bis heute prägende Einteilung der Tage in vier Typen, die jeweils einem Pflanzenteil zugeordnet sind — Wurzel-, Blatt-, Blüten- und Fruchttage. Ihre These: An einem „Blatttag" (Mond vor einem Wasser-Sternbild) gedeihe Blattgemüse besonders, an einem „Wurzeltag" Wurzelgemüse, und so fort.
1963 gab sie ihren ersten Aussaatkalender heraus. Er erscheint seither jährlich, wird in zahlreiche Sprachen übersetzt und gehört zu den meistverbreiteten Werkzeugen der biodynamischen Zeitplanung. Auf Maria Thun geht außerdem das Fladenpräparat zurück — ein aufbereiteter Kuhmist-Kompost mit Basaltmehl und Kompostpräparaten.
Häufige Fragen zu Maria Thun
Wofür ist Maria Thun bekannt?
Für ihren Aussaatkalender (seit 1963) und die Erforschung des Einflusses von Mond und Tierkreis auf das Pflanzenwachstum.
Was sind Wurzel-, Blatt-, Blüten- und Fruchttage?
Eine von Thun geprägte Einteilung der Tage nach der Stellung des Mondes vor den Tierkreissternbildern, die jeweils bestimmten Pflanzenteilen zugeordnet werden.
Seit wann gibt es den Aussaatkalender?
Seit 1963 erscheint er jährlich; er wird in zahlreiche Sprachen übersetzt.