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Dyynavon PräparatekisteDyyna von Präparatekiste

Rührgerät, Rührwerk und Rührfass für die Präparate

Zum Rühren der Präparate braucht es ein rundes, eher hohes Gefäß und ein Rührwerkzeug, das dem Wasser Widerstand bietet: die Hand, einen Rührbesen, ein aufgehängtes Rührwerk oder eine Rührmaschine.

Was braucht man zum Rühren der Präparate?

Hornmist, Hornkiesel und Fladenpräparat werden vor dem Ausbringen in Wasser gerührt, das Dynamisieren. Dafür braucht es zweierlei: ein Gefäß, in dem sich ein tiefer Wirbel bilden kann, und ein Rührwerkzeug, das dem Wasser Widerstand bietet. Wie viel Wasser man rührt, bestimmt, welche Technik passt. Im Garten reicht ein Eimer oder ein Rührtopf und die bloße Hand. Auf dem Hof kommt ein Rührfass mit aufgehängtem Rührwerk oder eine Rührmaschine dazu.

Das Rührgefäß

  • Form: im Querschnitt rund, zylindrisch, mit glatten Wänden. Bauchige Weinfässer und Gefäße mit ausgeprägten Schultern lassen den Wirbel früh zusammenbrechen. Ein leicht konisches Fass, unten weiter, rührt sich leicht und schwappt kaum über.
  • Proportion: eher hoch als breit, etwa Durchmesser zu Höhe 1 zu 1,6 oder 2 zu 3.
  • Füllhöhe: höchstens zwei Drittel, einen Eimer nur zur Hälfte. Der Wasserstand steigt beim Rühren am Rand hoch.
  • Material: Holz, Steinzeug, Glas, Kupfer, Edelstahl oder Emaille. Verzinkt, Aluminium und rostende Ölfässer scheiden aus; Kunststoff nur, wo nichts anderes da ist. Das Gefäß muss sauber sein und darf nie mit Chemie oder ätherischen Ölen in Berührung gewesen sein.
  • Boden: ein gewölbter Boden sammelt kein Sediment in der Kante.

Ein 200-Liter-Fass hat rund 58 Zentimeter Durchmesser. Das ist für die meisten Menschen zu breit, um darin noch kräftig zu rühren. Wie gerührt wird, steht unter Dynamisieren.

Rührwerkzeuge für die Hand

Das Rührwerkzeug muss dem Wasser Widerstand bieten. Ein dünner Stab weicht dem Wasser aus, der Schwung geht verloren. Bewährt haben sich fest gebundene Reisigbündel aus Birke, gedrechselte Holzgeräte und sternförmige Rührer aus Latten. Die Eintauchtiefe entscheidet: Wer nur in der oberen Hälfte rührt, bringt die untere nicht in Schwung.

Mit der bloßen Hand zu rühren hat einen eigenen Vorzug. Man spürt die Temperatur, merkt, wenn sich der Hornmist schlecht verteilt, und korrigiert sofort.

Wie viel Wasser man von Hand rühren kann

TechnikÜbliche Menge
Hand im Wasseretwa 7 bis 55 Liter
kurzstieliges Gerät, einhändigbis 15 Liter
langstieliges Gerät, beidhändig, ohne Aufhängungbis etwa 35 Liter
aufgehängtes Rührwerkzeug120 bis 160 Liter, mit Übung bis 200
Kurbelrührerüber 100 Liter

Für die meisten Menschen sind 120 Liter die obere Grenze, wenn wirklich kräftig gerührt werden soll. Maßstab ist, ob man das Wasser sofort so in Schwung bringt, dass man mitgetragen wird. Masson rät, nicht mehr als 120 Liter auf einmal von Hand und nicht mehr als 250 Liter maschinell zu rühren (Masson 2015).

Rührwerk selber bauen: das aufgehängte Rührwerkzeug

Beim aufgehängten Rührwerk hängt die Rührstange an einem Drehpunkt mitten über dem Fass. Ihr Gewicht fällt nicht zur Last, die Hebelwirkung erlaubt die größten Wassermengen. Man rührt stehend, kann gemeinsam rühren und sich ohne Unterbrechung abwechseln (Stappung, Kap. 16.6).

Die Teile einer solchen Einrichtung sind die Tragkonstruktion, der Aufhänge- und Drehpunkt, die Rührstange und der eigentliche Rührer. Getragen wird die Aufhängung von einem Deckenbalken oder von zwei bis drei Balken oder Stangen, die am Fass selbst befestigt sind. Die genauesten Maße gab Georg Merckens 1960 (nach Stappung, Kap. 16.6):

  • ein Besen aus grobem Birkenreisig, etwa ein Viertel so dick wie der Fassdurchmesser
  • oben ragt er gerade noch aus dem Wasser, unten endet er gerade abgeschnitten 5 Zentimeter über dem Fassboden
  • eine schnurgerade Rührstange
  • das Fass höchstens zu drei Vierteln gefüllt, meist nicht mehr als 160 Liter

Die Ellbogen liegen beim Rühren am besten knapp über dem Gefäßrand. Kleinere Gefäße stellt man deshalb erhöht auf.

Rührmaschinen

Große Betriebe und Sonderkulturen, die oft spritzen, rühren auch maschinell (Masson 2015). Die meisten Rührmaschinen ahmen das Handrühren mit einem Motor nach und wechseln die Drehrichtung nach einer Zeitschaltung. Maschinen nach australischem Vorbild lösen den Wechsel über eine Niveausonde aus, sobald der Wirbel eine bestimmte Höhe erreicht, und kommen dem Rhythmus des Handrührens damit näher (Masson 2015; Wistinghausen u. a., Anwendung, Kap. 2.3.6). Daneben werden Flowforms verwendet, Fließstrecken, in denen das Wasser in schwingenden Wirbeln läuft.

Häufige Fragen zum Rührgerät

Welches Gefäß eignet sich zum Rühren der Präparate?

Ein rundes, eher hohes Gefäß mit glatten Wänden aus Holz, Steinzeug, Glas, Kupfer, Edelstahl oder Emaille, höchstens zu zwei Dritteln gefüllt.

Wie baut man ein Rührwerk selber?

Eine gerade Rührstange wird mitten über dem Fass drehbar aufgehängt, an einem Balken oder an zwei bis drei am Fass befestigten Stangen. Unten sitzt ein Besen aus Birkenreisig, etwa ein Viertel so dick wie das Fass breit ist.

Wie viel Wasser kann man von Hand rühren?

Mit der Hand bis etwa 55 Liter, mit aufgehängtem Rührwerk 120 bis 160 Liter. Für die meisten ist 120 Liter die Grenze für kräftiges Rühren.

Darf man die Präparate mit der Maschine rühren?

Große Betriebe rühren auch maschinell. Masson empfiehlt, maschinell nicht mehr als 250 Liter auf einmal zu rühren.

Biodynamisches Lexikon